Liebe Mitglieder der Schlosskirchengemeinde,
im August habe ich mein Freiwilligenjahr in Argentinien angetreten, wo ich in einem kleinen Dorf im Norden wohne. Hier arbeite ich hauptsächlich in einer Grundschule inklusive Kindergarten für indigene Kinder. Dabei helfe ich im Kunst- und Sportunterricht und gebe zweimal die Woche Nachhilfe im Bereich der Mathematik.
Am 15. Dezember haben die Sommerferien begonnen, und die Schule ist bis Mitte Februar geschlossen. Für Weihnachten wurden die Straßen mit typischen Symbolen wie der Krippe, Zuckerstangen und dem Weihnachtsmann dekoriert. Das Nachbardorf ist hier für seine kunstvollen Dekorationen aus Flaschen bekannt.
Die Scouts, die lokalen Pfadfinder und ich bereiteten in der Adventszeit einen Stand für einen kleinen Weihnachtsmarkt vor, an dem selbstgemachte Brettspiele und Kosmetikartikel verkauft wurden. Anschließend gab es einen ökumenischen Gottesdienst, in dem das Krippenspiel von Kindern aufgeführt wurde. Dies wurde auch musikalisch begleitet.
Der eigentliche Weihnachtsgottesdienst der protestantischen Gemeinde fand am 21. Dezember statt. Auch hier haben Kinder mitgewirkt. Dabei lag der Fokus auf den Tieren, die Jesu Geburt begleiteten. Heiligabend und die anschließenden Weihnachtsfeiertage habe ich bei einer schweizer-argentinischen Familie verbracht.
Auch in Argentinien werden Tannenbäume aufgestellt, diese sind aber viel kleiner und nicht echt. Silvester ist viel ruhiger als in Deutschland. Größere Feuerwerke werden meist nur in Großstädten gezündet.
Diese Woche organisieren eine Jugendgruppe und ich die kulturelle Unterhaltung für ein Konfirmandenlager. Ich freue mich jetzt auf die Ferien und auf ein Wiedersehen mit meinen Geschwistern.
Herzliche Grüße Nuria Witter

