Friedensgebete in der Schlosskirche Wittenberg am 12., 19. und 26. Oktober, jeweils um 18 Uhr
Am 12.10., ca. 18:30 Uhr Lesung mit Dr. Reiner Haseloff: „Nicht mit unserem Land. Eine ostdeutsche Positionsbestimmung“
Im Oktober laden das Evangelische Predigerseminar und die Schlosskirchengemeinde zu musikalisch gestalteten Friedensgebeten ein. Mit
Liedern, biblischen Texten und dem Friedensgebet des Franz von Assisi bringen wir unsere Sehnsucht nach Frieden vor Gott.
Im Mittelpunkt der etwa 30-minütigen Andacht steht eine Zeit der Stille. Dabei werden Kerzen am Friedensleuchter entzündet. Im Gebet können das Leid und die Not in den Krisenregionen unserer Welt ebenso wie unsere Bitten um Frieden und Versöhnung vor Gott gebracht werden.
Montag, 12. Oktober 2026
18 Uhr: Friedensgebet mit Pfarrerin Birgit Neumann-Becker und Kantor Philipp Spielmann
ca. 18:30 Uhr: Lesung Dr. Reiner Haseloff: „Nicht mit unserem Land. Eine ostdeutsche Positionsbestimmung"
Erstmals in Wittenberg wird Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident a. D., aus seinem neuen Buch lesen, in dem er ein Resümee seiner politischen Laufbahn zieht. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie schwindet und die Reformfähigkeit des Landes belastet ist, berichtet er, wie christliche Werte sein Politikverständnis prägen und wo er Ressourcen, Konflikte und Grenzen sieht. In diesem Buch schaut der Autor nach vorn und sieht in der positiven Identifikation mit unserem Land und der Stärkung universeller menschlicher Werte Zukunftshoffnung.
Die Friedensgebete und die Lesung finden im Chorraum der Schlosskirche statt.
Hintergrund
Die Friedensgebete und die kostenfreien Öffnungstage und Führungen finden im Rahmen des Welterbemonats Oktober in der Schlosskirche statt.
Die Schlosskirche verbindet Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise. Als Teil des UNESCO-Welterbes lädt sie dazu ein, den Ursprüngen der Reformation nachzuspüren. Gemeinsam mit dem Evangelischen Predigerseminar und der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek bildet sie bis heute ein lebendiges Zentrum der Beschäftigung mit Reformation und protestantischer Kulturgeschichte.
Das 1816/17 gegründete Evangelische Predigerseminar Wittenberg bildet am Ursprungsortder Reformation seit 210 Jahren Theologinnen und Theologen für den Dienst an Wort und Sakrament aus. Es ist eine unselbständige Einrichtung der UEK. Im Lehrbetrieb des evangelischen Predigerseminars Wittenberg wirken die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland sowie die EKU-Stiftung gemeinsam daran, das theologische Erbe von Luther, Melanchthon und Bugenhagen lebendig zu halten und Wittenbergs ökumenische Ausstrahlung zu stärken.


